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3.2.6 Besondere Maßnahmen zur Leseförderung

  • Nicht erst seit der PISA- Studie, sondern seit den 70er Jahren besitzt unsere Schule eine sich ständig erweiternde Schülerbücherei. Schon seit dieser Zeit hat unsere Schule die Bedeutung einer Schülerbücherei als eine mögliche Form der Leseförderung außerhalb des regulären Deutschunterrichts erkannt.
  • Bedingt durch den Umzug im Sommer 2008 wurde eine helle, freundliche Schülerbücherei geschaffen, die in angenehmer Atmosphäre ein entsprechendes Leseklima sogar mit bequemen Sitzmöglichkeiten anbietet. Aus einem breit gefächerten Angebot von schülergerechten Büchern können die Kinder in Ruhe eine persönliche Auswahl treffen. Die Palette der angebotenen Bücher reicht von Science Fiction- Romanen über Krimis, Tierbücher, Kinder- und Sachbücher, Märchen, historische und geografische Romane, Abenteuerbücher, „Mädchen“- und „Jungen“- Bücher, zeitgenössische Literatur für jugendliche Heranwachsende bis hin zu einigen Sonderkategorien.
  • Sehr viele Schüler nehmen das Angebot der Schülerbücherei gern an, überwiegend jedoch die Klassen 5 und 6. Meistens treffen sie eine selbstständige Auswahl: der Lehrer hat beratende und Gesprächs- Funktion. Die Lesemotivation lässt leider in den mittleren Jahrgängen etwas nach. In und nach der Pubertät entwickeln die Schüler überwiegend geschlechtsspezifische Lesevorlieben, dem natürlich Rechnung getragen wird.
  • Ziel der Leseförderung  durch die Schülerbücherei ist natürlich, die Kinder für das Lesen zu gewinnen, aus Leselust eine Lesekompetenz zu entwickeln. Das Konzept der Leseförderung umfasst alle Altersstufen, um ein stabiles Interesse am Lesen aufzubauen, zu fördern und zu festigen. Des Öfteren wird auch die Möglichkeit genutzt, einzelnen Klassen eine themenzentrierte Bücherauswahl für ihre Projekte zur Verfügung zu stellen. Denn auch in der heutigen Zeit, in der Welt der Neuen Medien und des Internets, hat das Medium „Buch“ seinen besonders wichtigen Stellenwert als Informationsquelle und als Anregung der eigenen Fantasie behalten.
  • Ein Highlight der Leseförderung ist der „Welttag des Buches  am 23. April, an dem die Schüler der 5. Klassen durch das Taschenbuch „Ich schenk die eine Geschichte“ fürs Geschichten- Lesen und Schmökern motiviert werden sollen. Dieser von der Stiftung Lesen und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels herausgegebene und von vielen Firmen und dem örtlichen Buchhandel gesponserte Band ist sowohl zum stillen oder lauten Lesen in der Klasse als auch als Eigenlektüre geeignet. Dieser besondere Tag wird durch verschiedene, kleine Aktionen wie Fahnen, Luftballons, Ausstellungen… würdig an unserer Schule begangen.
  • Fester Bestandteil der Leseförderung an unserer Schule ist der auch an anderer Stelle erwähnte, alljährlich im November und Dezember durchgeführte Vorlesewettbewerb der 6. Klassen. Es handelt sich dabei um eine vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels initiierte und vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Leseaktion. Nachdem nach Absprache mit den das Fach Deutsch unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen der Klassen 6 der Klassensieger ermittelt wurde, treten die Klassensieger an, um die Schulsiegerin oder den Schulsieger zu ermitteln. Auch daraus wird ein feierlicher Akt gemacht mit Urkunden, Preisen und Presse- Fotos. Auf Kreis- und Landesebene konnte unsere Schule schon beachtliche Erfolge erzielen.
  • Auch andere Aktionen zur Förderung der Lesemotivation gab und gibt es an unserer Schule, wie zum Beispiel Autorenlesungen (Hans-Georg Noack, Ralf Strackbein, Andrea Solms), Bücher- Basare vor Ferienbeginn und an Elternsprechtagen und auch der alle zwei Jahre stattfindende Mundart- Lesewettbewerb, der vom Heimatbund Siegerland- Wittgenstein veranstaltet wird. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Heimatverein und einem sprachkundigen Lehrerteam wird nach den üblichen Kriterien des „guten Lesens“ der Schulsieger aller Teilnehmer aus den Klassen 5 – 10 ermittelt, der auch unsere Schule auf Kreisebene vertritt.