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3.3.3 Unterrichtsziele

Wir wollen Wissen und Fertigkeiten vermitteln und Fähigkeiten erweitern, die unsere Schüler und Schülerinnen gesellschafts- und berufsfähig machen.

Unsere Ziele versuchen wir zu erreichen, indem wir

  • Lehrer und Schüler den Unterricht gut vor- und nachbereiten
  • Lehrer und Schüler den Unterricht gemeinsam gestalten
  • wir Unterricht abwechslungsreich gestalten
  • wir Raum für Kreativität und Eigeninitiative schaffen
  • wir unsere Unterrichtsziele transparent machen
  • wir schwache Schüler fördern und gute Schüler fordern
  • wir den Übergang von der Grundschule gleitend gestalten
  • wir in Arbeitsgruppen und Fachkonferenzen zusammenarbeiten und Absprachen treffen
  • wir unsere Arbeit evaluieren
  • wir Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund intensiv sprachlich fördern.

3.4 Medienkompetenz

3.4.1  Neue Medien verändern das Lernen

Der Informatikunterricht an der Hauptschule Freudenberg als additiver und integrativer Einsatz der Neuen Medien im Unterricht

Schulbeispiele zeigen, mit neuen Medien lässt sich anderes besser lernen. Besser deshalb, weil Multimedia/Internet im Vergleich zu herkömmlichen Medien neue Qualitäten besitzen. Multimedia / Internet integriert unterschiedliche Medienarten und Darstellungsformen (Text, Bild, Film, Ton, Daten, Zahlen, Grafiken) und macht Sachverhalte anschaulicher. Durch die Funktionsvielfalt der Information, Illustration und Simulation werden motivierende neue Lernzugänge erschlossen. Neue Medien sind interaktiv. Schüler können im Rahmen der Mediennutzung Rückfragen stellen, Antworten bekommen und Lerntempo und Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen. Interaktions-, Kommunikations- und Informationsanlässe und die Möglichkeit, selbst Arbeitsergebnisse in der Klasse oder auf der Schul-Homepage medial zu präsentieren, fördern die Eigeninitiative und Eigentätigkeit der Schüler. In den neuen multimedialen Lernumgebungen wird es möglich, Informationen aus den verschiedenen Fachgebieten durch Links miteinander zu verknüpfen. Das erlaubt Schülern, komplexe Problemstellungen aus verschiedenen Perspektiven und fachübergreifend zu bearbeiten. Das weltweite Informationsnetz ermöglicht neue Formen des Lernens über Ländergrenzen hinaus. Internationale Schulpartnerschaften per E-Mail schaffen authentische Anlässe für das Erlernen von Sprachen und für das Verständnis anderer Kulturen.

3.4.2  Neue Medien verändern Unterricht und Schule

Trotz der eindrucksvollen Ergebnisse muss vor unsinnigen Erwartungen gewarnt werden. Neue Medien sind nicht die Neuauflage des "Nürnberger Trichters". Sie können nicht die Anstrengung, den Fleiß und die Selbstdisziplin ersetzen, die notwendig sind, um Lernen erfolgreich zu machen. Das gilt bei aller Arbeitserleichterung auch für die Tätigkeit der Lehrkräfte. Neue Medien können die genannten Qualitäten erst entfalten, wenn der Unterricht verändert wird. Um sich in der Informationsgesellschaft zu orientieren, müssen Schüler lernen, sich selbständig Informationen zu beschaffen, zu bewerten, auszuwählen und kreativ zu nutzen. Das lernt man nicht durch einen Lehrervortrag, sondern indem man es selbst tut.

Wir brauchen in den Schulen eine Vielfalt an Unterrichtsformen, Projektunterricht, Teamarbeit, Problemorientierung, um - gekoppelt mit den Errungenschaften der neuen Medien - bei Schülerinnen und Schülern die Schlüsselqualifikationen für die Informationsgesellschaft auszubilden. Dabei bestimmt Medienkompetenz neben Sachkenntnis, kommunikativen und sozialen Fähigkeiten und der Kompetenz, eigenständig zu lernen und sich weiterzubilden sowie Probleme selbständig zu lösen, über den Zugang zur Arbeitswelt.

Die Grundlagen der neuen Kulturtechnik Medienkompetenz müssen deshalb in den Schulen vermittelt werden, und zwar für alle Schüler von allen Lehrkräften.

 Derzeit hängt noch zu viel vom Engagement einzelner Lehrkräfte ab. Wenn Medienbildung einen festen Platz im Stundenplan bekommen soll, müssen sich Schulen verändern und die Medienintegration durch interne Qualifizierung, durch Profilentwicklung und durch ein verändertes Management sicherstellen.

Für die Vermittlung dieser Grundlagen an der Hauptschule Freudenberg ergeben sich folgende Zielsetzungen:

Drei Basismodelle zum Technikeinsatz im Unterricht sind an unserer Schule realisierbar:

1. Computerraum zur Klassen- und Gruppenschulung in Office-Programmen, Umgang mit Geometrie-/Zeichenprogrammen wie Geo-Gebra, Grundlagen mit Autodesk, individuelles Fördern mit Lernprogrammen (Lernwerkstatt, Cornelsen, Klett).

2. Laptop – Beamer – Leinwand / Whiteboard – DVD - Player_WLAN als Grundausstattung in jedem Unterrichtsraum ermöglichen Präsentationen, vorbereitete Tafelbilder, Karten, Aufgaben und Lösungen, Internet-Recherchen, Benutzung interaktiver Programme individuelle Fördermaßnahmen, Benutzung der Online-Medien des Medienzentrums in allen Unterrichtsfächern

3. Mobile Lösungen ( DVD – Laptop – Beamer )  mit hoher Flexibilität zum gleichzeitigen Einsatz in mehreren U-Räumen, Präsentation, doppeltem Einsatz in der Schule und zu Hause, mit Funkverbindung ohne aufwändige Verkabelung mit Bedienung eines Netzwerkdruckers über WLAN.

Die auf den folgenden Seiten dargestellten teilweise erfolgten sowie geplanten Maßnahmen werden in jedem Schuljahr evaluiert und somit fortgeschrieben. Das bisher entstandene Medienkonzept soll von möglichst vielen Kollegen getragen und nach Erfahrungsaustausch im Schulprogramm verankert werden. Nicht die Informatiklehrer sondern die Fachkonferenzen legen Inhalte und Projekte zum Einsatz der Neuen Medien im Unterricht fest. Zurzeit wirken die erfolgten Maßnahmen bereits als Multiplikatoren. Die anfangs bestehende Hemmschwelle wurde bereits überwunden. Der Informatikraum sowie die Laptops werden von den meisten Kollegen/Innen zum integrativen Einsatz im Fachunterricht genutzt.

 Vgl.      A. Breitner/H. Kubicek, Informationstechnologie-Planer für Schulen, Gütersloh 1999            S. 13 ff