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 5. Schulsozialarbeit als Teil des Schulprogramms

     der Hauptschule Freudenberg

Seit September 2008 gibt es an der Hauptschule Freudenberg eine Schulsozialarbeiterin mit einem Stellenumfang von 20 Stunden wöchentlich.

Die Schwerpunkte der Arbeit können in 3 Bereiche untergliedert werden:

1.            Einzelfallhilfe und Krisenintervention

2.            Netzwerkbildung

3.            Präventionsarbeit / schulergänzende Maßnahmen

Zu 1. Einzelfallhilfe und Krisenintervention

Die Einzelfallhilfe und Krisenintervention umfasst die vielfältigen Probleme im Elternhaus wie z.B. Vernachlässigung, Gewalterfahrung, sexueller Missbrauch, Krankheiten in der Familie, Alkoholismus, Scheidung der Eltern, Integrationsprobleme, usw. Aber auch schulische Probleme wie „Blau machen“ oder ständiges „Zu spät kommen“ sowie persönliche Probleme wie Liebeskummer, Streitereien, Drogenprobleme, Mobbing, kulturelle Konflikte im Elternhaus und Schwangerschaft stellen einen großen Bestandteil in der Einzelberatung dar.

Die wesentliche Hilfe liegt hier in der Beratung, bei der die Schweigepflicht gewährleistet sein muss. Desweiteren werden andere Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt oder Kontakte hergestellt. Bei Bedarf finden auch Hausbesuche statt.

Für die Eltern kann zum einen Hilfe bei Erziehungsproblemen oder schulischen Problemen der Kinder Bestandteil der Beratung sein, aber auch Beratung oder Weitervermittlung bei Verschuldung oder ausländerrechtlichen Belangen.

 

Zu 2. Netzwerkbildung

Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ist unerlässlicher Bestandteil der Beratungstätigkeit der Schulsozialarbeiterin. Dies resultiert natürlich auch aus dem Einblick in alle Lebensbereiche der Schüler / innen. Die Schulsozialarbeiterin kann nicht alle Probleme alleine aufarbeiten und ist auf ein externes Helfersystem angewiesen.

Ansprechpartner sind hier das Jugendamt (Hilfen zur Erziehung, Trennungs- und Scheidungsberatung), Beratungsstellen zu den verschiedensten Problemfeldern (z. B. Schuldenberatungsstelle, Verein für soziale Arbeit und Kultur) Gesundheitsamt (z.B. Drogenberatung, Aids-Hilfe), Jugendgerichtshilfe, Schulberatungsstelle und andere.

Diese Kontakte werden in der Regel telefonisch und persönlich geknüpft und gepflegt. Zur Pflege des Netzwerkes gehört natürlich auch die Teilnahme an Arbeitskreisen und Gremien. Die Zusammenarbeit mit Trägern der Jugendhilfe und auch Vereinen und Verbänden ist ebenso erforderlich.

Zur kollegialen Beratung trifft sich die Schulsozialarbeiterin regelmäßig im Arbeitskreis Schulsozialarbeit.

Zu 3. Präventionsarbeit / schulergänzende Maßnahmen

Neben der Einzelfallhilfe findet sich im Rahmen der präventiven Arbeit ein weites Feld für Maßnahmen, die der Prävention (Drogen, Aids, Gewalt, usw.), aber auch der Stärkung von sozialen Kompetenzen dienen.

Die Schulsozialarbeiterin ist in die Ausbildung der Streitschlichter/innen und in das soziale Lernen für Klassen als Unterrichtseinheit im Rahmen von „Team-Teaching“ eingebunden.

Die Begleitung bei Klassenfahrten oder Projekten, die der Förderung sozialer Kompetenzen dienen, ist ebenso Bestandteil dieses Bereichs wie die Einzelförderung in der Berufsfindung, bis hin zum gezielten Bewerbertraining für Schüler/innen der Klassen 9 und 10.