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7.2 Analyse und Bewertung des

 Betriebserkundungstages der Klassen 8

 

Seit längerer Zeit gehört der Betriebserkundungstag zur den berufsvorbereitenden Maßnahmen der achten Jahrgänge (s. Schulprogramm 4.2.1, S. 40f).

Die Zielsetzung besteht darin, erste berufsbezogene Erfahrungen zu erhalten. Die Schule versucht, eine möglichst große Bandbreite der verschiedenen Berufe anzubieten.  Neun Erkundungsorte standen zur Auswahl:

 

·         Bethesda Krankenhaus                          

·         Hotel zur Altstadt                                       

·         Bäckerei Hesse                                         

·         Hit-Markt                                                     

·         Städtisches Seniorenheim                                 

·         Firma TEGRO (Elektrohandel)

·         Firma Albrecht Bäumer

·         Autohaus Köhler

·         Stadtwerke Freudenberg

 

Grundlage der Evaluation war eine Befragung aller teilnehmenden Schüler anhand vorgegebener Merkmale. Die statistische Beschreibung der Beobachtungen erfolgte mit Hilfe einer klassifizierten Häufigkeitsverteilung, wobei die prozentualen Messwerte durch Flächen (Kreisdiagramm) repräsentiert werden (siehe Anlage C, S. 3 - 7).

7.2.1  Auswertung

Die erste Frage bezog sich auf die Auswahl des Erkundungsortes.  Hier gaben 64% der befragten Schüler an, mit „ihrem“ Ziel zufrieden gewesen zu sein (s. Anlage C, S. 3).  Der Anteil von  36% unzufriedenen Schülern rekrutiert sich (wie weiteres Nachfragen ergab) aus denjenigen, für die die gewünschte Einrichtung (z.B. Kindergarten) gar nicht zur Verfügung stand.

Eine große Mehrheit (69%) gab an, dass sie auf diesen Tag von den Lehrern gut vorbereitet wurden. Dennoch ist auffällig (und sollte überprüft werden), dass sich 31%  der Schüler nicht angemessen vorbereitet fühlten (s. Anlage C, S. 4, Diagramm 06).

Der gesamte Betriebserkundungstag ist bei der Mehrheit der Schüler (74%) „gut" bis „sehr gut" angekommen,  22% waren einigermaßen zufrieden und lediglich  4% (2/45 Schüler) bewerteten diesen Tag sehr negativ (s. Anlage C, S. 4).

Die Tätigkeiten in den jeweiligen Betrieben waren für die  Schüler überwiegend interessant (62%), wobei nur 31% angaben, dass die Arbeit ihren Vorstellungen entsprach. Sehr bemerkenswert sind die Angaben zu der Frage, ob die Schüler nach dem Besuch anstreben, ihre Lernleistungen zu verbessern. Immerhin 73% bekundeten diese Absicht (s. Anlage C, S. 6) ausdrücklich. Nicht zufrieden ist die Mehrheit der Schüler mit der Nachbesprechung des Betriebserkundungstages (lediglich 44% erklärten, dies sei ausführlich erfolgt, s. Anlage C, S. 7).

Von großer Bedeutung für die Schulentwicklung ist sicherlich die abschließen Frage, ob die Schüler erneut an einem Betriebserkundungstag teilnehmen würden. Immerhin 89% (40 von 45 Schülern) haben dies uneingeschränkt bejaht. Nur  5 Schüler gaben an, zukünftig an einem Betriebserkundungstag nicht mehr teilnehmen zu wollen (s. Anlage C, S. 7). Auf konkrete Nachfrage erklärten diese, dass ihr Berufswunsch nicht angeboten worden sei.

7.2.2  Fazit

Im Großen und Ganzen stieß der Betriebserkundungstag auf positive Resonanz.  Die meisten Schüler erhielten umfassende Informationen, konnten sich ein Bild von dem jeweiligen Betrieb und von der Arbeit vor Ort machen  und waren relativ zufrieden.

Erstaunlich ist, dass bei vielen Schülern  der Wunsch entwickelt wurde, die eigenen Lernleistungen zu verbessern. Für den Berufserkundungstag spricht auch, dass ein hoher Prozentsatz erneut teilnehmen würde.

Die Schule ist allerdings gefordert, die Vor- und Nachbereitung dieses Tages zu optimieren. Außerdem sollte versucht werden, das Angebot auszudehnen, damit noch mehr unterschiedliche berufliche Tätigkeiten kennen gelernt werden können. Gegebenenfalls muss überprüft werden, ob ein zweiter Tag angeboten werden kann.